DVB-T

Die auch als „Überallfernsehen“ bezeichnete Empfangsart DVB-T verteilte sich schrittweise seit 2002: Zunächst stellte man in Berlin und Brandenburg um, ein Jahr darauf im Ruhrpott, weitere Regionen bekamen den DVB-T-Empfang bis Ende 2007, als das Überallfernsehen auch im Saarland Einzug hielt. Der Begriff „Überallfernsehen“ etablierte sich, weil der DVB-T Empfang zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten bietet:

Foto: One for All Zimmerantenne

Eine kleine Zimmerantenne ist ausreichend, um zum Beispiel im Auto Angebote über DVB-T zu nutzen; eine Schüssel oder ein Kabelanschluss sind unnötig für den DVB-T Empfang. DVB steht übrigens für Digital Video Broadcasting, also Digitaler Videorundfunk. Das T im Begriff stellt die Variante dieses Videoempfangs dar: Es steht für terrestrisch, also erdgebunden. Entgegen zu DVB-S (Satellitenempfang) und DVB-C (Kabelempfang) verläuft der DVB-T Empfang über Antenne. Dafür wird ein Digitalreceiver benötigt, der entweder ohnehin im Fernseher integriert ist oder als externe Settop-Box sowie DVB-T-USB-Adapter erhältlich ist.

Foto: Hama DVB-T Zimmerantenne

Beim DVB-T Empfang ist eine große Programmvielfalt geboten, weil die digitalen Daten im MPEG2-Format übertragen werden und aufgrund dessen Speicher sparen. Das kommt all jenen entgegen, die TV-Sendungen ohne Qualitätsverluste aufzeichnen oder auch auf heimischen Festplatten speichern wollen. Kritiker bemängeln die Störanfälligkeit beim DVB-T-Empfang – beziehungsweise die der Zimmerantennen. Die Bildqualität zeigt sich in der Tat oft eher suboptimal: Während das Bildrauschen mit der Zeit, in der DVB-T Empfang zur Verfügung steht, reduziert werden konnte, sind Kompressionsartefakte noch immer gängig; in Kritikerkreisen spricht man vom Lego-TV.

Foto: Vivanco TVA 301 Zimmerantenne

Mit der Wahl des richtigen DVB-T-Empfangsgeräts sind Bildstörungen mittlerweile schon so gut wie ausgeschlossen. Dabei gilt grundsätzlich: Je stärker das DVB-T-Empfangssignal in der Region, umso kleiner der Aufwand für die Antenne. Welche Antenne ausgewählt wird, richtet sich also maßgeblich nach dem Abstand zum Sender und dessen Sendeleistung. Beispielsweise ist der Empfang im Erdgeschoss eines Hochhauses mit hoher Wahrscheinlichkeit schlechter als der in den darüber liegenden Wohnungen.